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Webauftritt statisch oder dynamisch?

Computing 13.06.2025
(Aktualisiert am 22.02.2026 )
Eine gerendert dargestellte Cloudwolke ist heute Teil des Computing und Grundlage für einen Webauftritt.
Webauftritt mit Wolke. 3D Rendering von Alex Shuper bei Unsplash+

Warum es sich lohnt, technisch für die eigene Website für KMUs zwei unterschiedliche Ansätze zu prüfen und diese mit den eigenen Zielen abzugleichen.

Artikelübersicht

  1. So geht der Webauftritt los
    1. Domainname bringt die Firma und Private ins Netz
    2. Wer browst, kontaktiert Webserver
  2. Vier Hostingmöglichkeiten
  3. Zwei Ansätze von Websites 
    1. Statische Seiten, schnell aber nicht einfach änderbar
      1. Vorteile statische Websites
      2. Nachteile statische Websites
    2. Dynamische Webseiten sind automatisch anpassbare Inhalte
      1. Vorteile dynamischer Websites
      2. Nachteile dynamischer Websites
  4. Welche Wahl statisch oder dynamisch?

Meist interessiert es ein KMU kaum, auf welcher technischen Basis die eigene Website besteht. Hauptsache sie funktioniert und tut. Das kann ich nachvollziehen.
Alternative zu sehen oder einen Plan B zu haben, ist nicht verkehrt.
Dieser Artikel zeigt zwei unterschiedliche Ansätze auf. Es gibt statischen und dynamischen Websites, die aus Webseiten bestehen.  

So geht der Webauftritt los

Domainname bringt die Firma und Private ins Netz

Darstellung einer statistischen Grafik mit der totalen Anzahl .ch Domainnamen von 2000 bis 2025 , Quelle bei Stiftung Switch.
Anzahl .ch Domain Namen. Quelle: Stiftung Switch nic.ch

Etwas vereinfacht, kommunizieren im Internet Geräte, PCs, Macs und Mobiles via IP-Adressen (Bsp. 1.2.3.4). Dass man diese Zahlen nicht wirklich toll zu merken und damit für eine Präsenzmarkierung weniger ideal sind, ist nachvollziehbar. Um dem zu begegnen, werden Domainnamen an die IP-Adressen verknüpft. Das geschieht mittels dem DNS, das diese Verknüpfung einfach und elegant ermöglicht. DNS gehört zu jedem Domainnamen. 

Grafische Darstellung eines Hostnamens mit Second- und Toplevel, Quelle Switch nic.ch
Welche Domain-Namen gibt es, Quelle: Stiftung Switch nic.ch

Der eigene Domainnamen ist bei einem Registrar kostenflichtig zu buchen, aber frei wählbar. Vorbehältlich der Verfügbarkeit und rechtlicher Eigentums- und Lizenzrechte. Ob das nun .ch, .swiss oder .com oder eine andere Endung spielt weniger eine Rolle fürs Surfen, wohl aber für die Suchmaschinenoptimierung, wie man mir kundtat. Doch beachte Rechtliches und Ziel und den gewünschten Auftrittswunsch dabei. 

Der eigene Domainnamen bietet zumindest technisch einen eigenen Namensraum, über den man frei verfügen kann und diesen auch gestalten kann.
Beispielsweise müsste es nicht www.DOMAINNAME heissen, sondern es ist Gewohnheit. Auch könnte der Maildienst auf dem Server nicht mail, sondern marie-louise.DOMAINNAME heissen. Die aus der Unix-Welt entnommenen Dienstbezeichnungen (www., mail, ftp, u.v.m.) machen es für alle einfacher.

Wer browst, kontaktiert Webserver

Grafische Visualisierungen von zwei Laptops, die miteinandern via textliche Webauftritte zu kommunizieren scheinen.
Grafik von Mohammad Bazar bei Unsplash+

Für das Surfen, das Browsen im Internet nutzen Kund*innen ein Webbrowser-Programm, um die Webseiten einer Website mittels dem http Protokollstandard (hypertext transfer protocol) abzurufen. Der Browser, also das Empfangsprogramm  (Chrome, Firefox, Safari, Edge, Brave, Zen, o.ä.), ist die Nutzer*innenseite.

Damit die eigene Website im Internet erreichbar ist, braucht es auch einen Dienst, der durch den Domainnamen auf http Anfragen des Webbrowsers reagiert: Der Webserver serviert dem Browser bei Kontakt via http-Protokoll HTML-Webseiten und andere Dateien, um diese dann wunderschön auf dem Webbrowser anzuzeigen.
Das Ziel und der Empfänger ist somit der Webbrowser der Kund*in, bei HTTPS ist es zudem eine verschlüsselte Verbindung.

Vier Hostingmöglichkeiten

Davon ausgehend, dass Zweck und Ziel der Website definiert sind, wie in meinem Post "Ohne Ziele bitte kein Webauftritt" beschrieben.
Für KMU bieten unzählige Möglichkeiten wie die eigene Website öffentlich zur Schau gestellt werden kann. Hier vier davon, aus vielen möglichen Varianten.

  1. Webhosting bei einem Webhoster
  2. Webhosting via ihre Web-Agentur
  3. Webserver-Dienst bei einem Cloudanbieter, was wiederum einem Web-Hosting nicht unähnlich ist
  4. Selber-Betreiben des Rechners mit Webserver im Keller, im IT-Raum oder im Datencenter.

Ich lege Wert auf ein CH-Unternehmen mit Servern in der Schweiz. Mein Hoster Novatrend habe ich zuerst mit meinen 12 Steps zum KMU-Datenschutzcheck für Software-Plattformen überprüft. Novatrend bietet mir eine gute Leistung und super und fachlich sinnvollen Support, für dann wenn ich es benötige. 

Für die Wahl der Variante spielen Ressourcen aller Art und Know-How sowie der eigene technische Reifegrad eine entscheidende Rolle, nicht zu letzt auch der Zeitfaktor, den man für die Website verwenden will.

In dieser schnelllebigen Welt muss im Web alles noch dynamischer sein.

Zwei Ansätze von Websites 

Statische oder dynamische Webseiten sind unterschiedlich, wie Websites aufgebaut und technisch betrieben werden.

Das Foto der Hände eines Softwaredevelopers auf der Tastatur vor 3 Geräten unterstreicht unterschiedliche Ansätze von Websites
Foto von Getty Images bei Unsplash+

Statische Seiten, schnell aber nicht einfach änderbar

Eine Möglichkeit ist die Website bestehend aus statischen Webseiten. Das ist direkt vergleichbar wie die einzelnen Seiten(blätter) in einem Buch. Sie sind da, zeigen was an, aber können im Grunde nicht verändert werden. Das heisst, wenn sich ein Datum oder Satz ändert, müsste das Buch neu gedruckt sowie gebunden werden.
Genau gleich verhalten sich statische Webseiten. Der Seitencode wird fixfertig und damit statisch in einer Formatierungssprache HTML geschrieben und durch Zusatzcode die anzuzeigende Optik verschönert (CSS, JavaScript). So wird es dann meist in einem Verzeichnis auf dem Webserver abgespeichert und bei Anfragen bei ihrem Webbrowser geladen und auf dem Browser anzeigt.

Vorteile statische Websites

Statische Websites zeichnen sich dazu aus, dass sie vom Browser sehr schnell geladen werden, zumal der Webserver auf die Anfrage unmittelbar das benötigten HTML, CSS (eine Art Formatvorlage), Bilder und JavaScript ausliefert. Das ist die Überholspur.

Hier müssen die Daten nicht aus einer Datenbank zusammengetragen und für den Webauftritt während der Browser-Anfrage aufbereitet werden, was möglicherweise die Geschwindigkeit bremsen könnte.

Als weiteren Nutzen einer statischen Seite scheint diese auch weniger anfällig für Hackingangriffe zu sein, da oft nur HTML und Bilder sowie keine oder nur wenige Plugins/Zusätze/JavaScripte benötigt werden. Somit sind weniger Eintrittsflächen für einen Hack gegeben, was ich als Vorteil werte, aber nicht per se generalisieren will.

Nachteile statische Websites

Der grösster Nachteil statischer Websites ist aber, wenn sich was ändert, muss immer erst der Code einer oder mehrerer Seiten angepasst werden. Das bedeutet eine Neuerstellung.
Bei mehreren Tausend Seiten Umfang kann das doch seine Zeit dauern. Das wiederum macht die Website-Betreuung und -Pflege in einem Team schwieriger.

Die Erweiterbarkeit von statischen Seiten ist eher eingeschränkt, man kann sie nicht in alle möglichen Funktoinen nachrüsten.

Heute gibt es statische Website-Generatoren mit AI/KI, die mit oder ohne grafischer Oberfläche die Webseiten erstellen lassen, dann mittels den HTML-Code generieren und direkt auf den Webserver hochladen. Ähnlich funktionieren manche Web-Pagebuilder z.B. beim Webhoster, die im Baukastenmodell Webseiten zusammenstellen, mit und ohne AI.

Dynamische Webseiten sind automatisch anpassbare Inhalte

Im Gegensatz zu den statischen Seiten greift bei Websites mit dynamischen Webseiten der Webserver via eine Programmiersprache/oder Konfiguration auf eine Datenbank oder Dateien zu, holt da Daten und setzt die gefundenen Daten als Elemente im Fluge dynamisch (ad-hoc) zu ganzen Webseiten zusammen.

Für dieses Zusamenstellen braucht es eine Verwaltungs-Software (Content Management System oder ähnliches), das dem Webserver erlaubt, mit der Programmiersprache und einer Datenbank zusammenarbeiten und umgehen. Das ist heute weitverbreitet und es gibt unzählige kostenpflichtige und freie Verwaltungs-Software, die für diesen Zweck auf dem Webserver installiert und konfiguriert werden können.

Vorteile dynamischer Websites

Dank dynamischen Webseiten lässt sich das erwähnte Datum einfach und dynamisch tagesaktuell in die Webseiten der Site einsetzen, ohne dass irgendwo was angepasst werden muss. Es wird grad ab dem nächsten Moment aktualisiert oder wenn es die Software zu lässt, zeitgesteuert (bsp. Morgens um 05:30 Uhr zeigt dann die neue News...).

Die Vorteile liegen auf der Hand, weil man so bei Text, Bilder, Inhalte aller Art für den Zweck und Zielangepasst sehr flexibel und erweiterbar zentral handhaben kann.  Wenn das eingesetzte Programm noch mit einer angenehmen Administrationsoberfläche (Content Management) verknüpft ist, wird die Website schnell mit sinnvollem Content angereichert werden, vor allem im Team. Das geht dann sehr fliessend.

Nachteile dynamischer Websites

Im Vergleich zu statischen Websites wird eine Content Management Software (CMS) als Mittler (Schnittstellen) zwischen Webserver, Datenbank und der Programmiersprache benötigt. Dadurch erhöht sich die Komplexität, denn zwischen diesen drei Kompenten muss alles stimmen, damit diese aktiv und fehlerlos zusammenarbeiten können. Das hat einen Einfluss auf Know-How und Ressourcen.

Die Ladezeiten sind häufig länger als bei statischen Seiten. Dem wird zwar mit Plugins oder Optimierungen wie Zwischenspeichern der Seiteninhalt (Caching) entgegen gewirkt, was wiederum alles nicht einfacher macht.

Die CMS-Software selbst, die Plugins, auch die Datenbank müssen regelmässig upgedated, gepflegt und bereinigt werden, dh. Unnötiges und Zwischendateien aufgeräumt werden. Oft liefert das CMS auch Wartungsfunktionen, die auch genutzt werden wollen.

Je mehr Komponenten und Plugins involviert sind, desto komplexer wird es. Das kann zu Inkonsistenzen führen, was bei Updates sehr umfangreich werden könnte.

In meinem Beitrag das WordPress für die Welt stelle die Welt des CMS WordPress vor.

Welche Wahl statisch oder dynamisch?

Das hängt vom Ziel ab, von gewünschten Aufbau der Website und von den eigenen oder fremden Ressourcen oder der Bereitsschaft diese auch zu verwenden. Das mit dem Ziel habe ich in meinem Beitrag Ohne Ziele bringt die KMU Website nichts erwähnt. Was will erreicht werden, wohin soll die Reise gehen und wer machts, das ist entscheidend.

Generell lässt sich nicht eine Empfehlung abgeben, was per se das beste für ein KMU ist.

Will man eine Handvoll Webseiten präsentieren, um ein paar Ziele zu erreichen und da und dort mal hinzufügen, dann erscheint mir die statische Seite pflegeleichter und zielführender zu sein.
Die statische Website kann für viele KMU eine Alternative darstellen, wenn sie da und wann mal was updaten wollen.

Sobald immer mehr sehr regelmässig neuer Content folgen soll, v, neue Funktionen wie bspw. eine E-Shop angedacht sind, da erscheint mir die dynamische Website eine gute Wahl zu sein, die mit einem Mehr an Komplexität verbunden ist.

Das hier ist eine statische Website, weil für mich der Pflegeaufwand als Entrepreneur so machbar ist. 
Hier meine Hosting-Empfehlung für Novatrend mit dem Hinweis, dass ich bei einer Vermittlung via den Link einen kleinen Batzen/Gutschrift erhalten würde.


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