WordPress - Webtool für die Welt

Warum WordPress für KMUs eine populäre Webcontent-Software ist, wie diese aufgebaut ist und wie das Ecosystem rund um WordPress funktioniert.
Was ist dieses WordPress überhaupt?
WordPress ist eine webbasierte Verwaltungssoftware, um Bilder, Texte, Beiträge (also den Content), sowie unzählige Funktionen einer oder mehrere Websites zu verwalten, zu steuern und anzeigen zu lassen.
Damit gehört WordPress zu den webbasierten Content Management Software (CMS) für dynamische Webinhalte. Unterschiede von dynamischen zu statischen Websites zeige ich im Post Webauftritt statisch oder dynamisch auf.
Weltweit nutzt fast die Hälfte aller Websites WordPress
Heute arbeiten 43% aller weltweiten Websites mit WordPress, das heisst fast die Hälfte aller Websites weltweit (gemäss Hostinger und W3Tech). Zugleich werden 62% des gesamten Marktes für die Gattung Content Management Software alleine WordPress, zugeschrieben! Unglaublich nicht wahr, darum lohnt es sich auch mal deutlicher hinzusehen.
Ursprünglich gedacht als Software für Blogger*innen, hat WordPress im Jahre 2003 das Licht der Welt erblickt. Website-Selberbauen war damals mit puren HTML-Seiten noch starr, nur statisch und für KMUs nicht wirklich einfach.
Tagebuch-ähnliche Beiträge (Weblogs->Blogs) waren der letzten Schrei und so entstanden mit WordPress und anderen Software Tausende von Blogs der damalige Influencer*innen: den Blogger*innen oder Webpublizist*innen. Das frei nutzbare WordPress hat seinen Möglichkeiten die Möglichkeiten dynamischer Websites einer grossem Publikum nutzbar gemacht (nicht nur, aber auch).
In der populären Programmiersprache PHP erstellt, nutzt WordPress als Datenablage eine frei verfügbare MySQL-oder eine MariaDB-Datenbank. Damit sind die Daten im Hintergrund zentral abgelegt. WordPress kann mit diesen Voraussetzungen auf vielen Webhostings installiert und betrieben werden. Webhoster bieten zudem komfortable Installer für Wordpress an.
Zusammengefasst zeichnet sich WordPress durch folgende Eckpunkte aus:
- Schlanker Aufbau, keine riesige Software
- Schnell und performant
- Gemacht für dynamische Websites
- Verwaltung und Bedienung über webbasierten Oberfläche
- Einfache Nutzung durch Nichttechniker
- Kostenloser Download und Nutzung durch Opensource Lizenez (GPL v2)
- Einfache Installation mit Datenbanknutzung
Damit wird WordPress zu einer attraktiven Webtools für KMUs jeder Grösse.
Gäbe es WordPress im Web nicht, hätte wer anderes es erfunden.
Freundlich gehts in WordPress zu
Die webbasierte Verwaltung ist einfach und in einem rasch fassbaren Menu aufgebaut.
Dort lassen Sie sich Seiten und Beiträge erstellen.
Es gibt Seiten, die die Aufgabe einer Nachrichtenübersicht, einem Impressum oder die Hauptseite nahekommen. Erstellt werden ganz nach eigenem Gusto, was es braucht und dem Ziel und Zweck der Website entspricht. Seiten werden einzeln mit Inhalt bestückt und können im Classic Editor oder im Gutenberg-Editor aufgebaut werden.
Während der Classic Editor ähnlich einem alten Word funktioniert, wird in Gutenberg die Seite aus Formatierungelementen blockweise zusammengestellt. So gibt beispielsweise es Titelblöcke, einen Textblock, einen Bildblock oder ein Linien-Block, den an der gewünschte Stelle in der Seite eingesetzt werden kann und dann die Webseite entsprechend strukturiert angezeigt. Aktuell ist standardmässig Gutenberg aufgeschalten. Doch wer es klassisch mag, kann den Classic Editor als Plugin nachrüsten.
Beiträge (entsprechen Blog Posts) bilden das Rückgrat der WordPress-Website, diese ermöglichen Beiträge zu selbstgewählten Kategorien, Schlagwortvergabe/Tags, Autor*innen werden die Seiten mit Inhalt befüllt.
Das war ursprünglich der Aufbau eines Blogs und bis heute.
In WordPress können unterschiedlichen Personen an verschiedenenen Seiten und Beiträgen arbeiten oder eine zeitliche Steuerung lässt Seiten und Beiträge auf- und abschalten. Menuaufbau im Web, Einstellungen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO), Kommentarfunktione für Dritte, Benutzer*innenverwaltung, Updates und vieles mehr lässt sich einstellen.
Themes ermöglichen brillante Auftritte
Nicht nur die Einfachheit von WordPress macht den Erfolg aus, sondern:
- Themes - grafisch und typografisch aufgebaute Vorlage
- Plugins - funktionelle Erweiterungen
Damit die KMU-Website auch zu einem optischen Hingucker wird, dazu existieren Themes, die von Drittfirmen und Privaten erstellt werden (und Webdesigner*innen). Wie optische Vorlagenpakete steuern Themes das gesamte grafische und typografische Erscheinungsbild in WordPress, dass die gesamte Website wie aus einem optischen Guss erscheint. Themes, Seiten und Beiträge lassen sich zudem mit Farb- und Darstellungsvarianten exakt auf die Kund*innenbedürfnisse nach den Brand Vorgaben an- und einpassen. Das bringt eine enorme Vielfalt an Möglichkeiten. Geübte Webdesigner machen das sauber und gut.
Es gibt unzählige unterschiedliche Themes, die in Optik und Grafisch in allen Gusto und Qualitätsstufen. Kosten einige Themes nichts, sind für andere einmalig oder jährliche Gebühren pro Website oder als Bundle fällig (50-200 Dollar pro Jahr sind die Regel). Oft gibt es eine Gratisversion, deren Funktionen sich durch den Kauf/Buchung einer Lizenz erweitern lassen. Unzählige Firmen erstellen Themes, diese bilden einen Teil des wirtschaftlichen WordPress Ecosystems.
Bei Themes sieht es nach dem offzielle Themesverzeichnis über 13'000 freiverfügbare Themes und mehr als 1800 kommerzielle Plugins. Ich habe im Laufe der Zeit eine Handvoll bekannte Themes gekauft.
Fehlt was, Plugin nachrüsten und gut ist?
Für den Betrieb kann WordPress zudem über installierbare Erweiterungen (Plugins) in alle möglichen Richtungen erweitert und ergänzt werden. Das "offizielle" Plugin Verzeichnis von WordPress zeigt heute über 59'000 frei erhältliche Plugins zeigt und dabei ist kommerzielle Schiene nicht einberechnet. Plugins werden von Drittfirmen erstellt, oft erstellen Themeshersteller auch Plugins.
Die Plugin-Funktionalitäten reichen von Websicherheit, Anti-Spam bei Kommentaren, Backupo der Website, Webformulare, Optimierungen für die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) über die Web Analyse, Website-Zwischenspeicherung für schnellere Ladezeiten, Cookie Banner bis hin zu Newslettersystemen, E-Commerce-Shops mit Zahlungs- und Postanbindung, Onlinekurse (LMS) oder Kundenbeziehungen (CRM) u.v.m gehen, aber auch Hotelmanagementlösungen oder Dating- und Mitgliederplattformen werden damit gebaut. Plugins gibt es für fast alles und wenn nicht, dann wird es sicher programmiert;-).
Es zeigt sich: WordPress kann für so Vieles genutzt werden, auch wenn es bis heute im Unterbau eine Blog-Software ist.
Das unglaubliche Plugin Universum
Wer tiefer eintaucht stellt bald fest, dass der Dschungel von Themes und Plugins bei WordPress schier unglaublich gross ist, doch wo starten?
Weil ich das technisch spannend fand, habe ich Stunden, Tage, Wochen investiert, um ein für meinen "normalen" Bedarf sinnvolles Setting zu finden. Dabei habe ich unzählige Themes und Plugins ausprobiert und vergleichend getestet - aufgrund von Empfehlungs-Videos auf Youtube, die da von unverzichtbaren und must-have Plugins sprechen. Ausführliche Blogs mit Testreihen sowie Userkommentare in Foren habe ich mit eigenen Tests überprüft und mich reingegegebn. zudem habe ich mich aktiv mit Kolleg*innen in Gesprächen ausgetauscht. Die Auswahl ist unglaublich und kaum glaubt man ein gutes Plugin gefunden zu haben, entdeckt man ein nützliche Funkton, die woanders besser ist..
Nur - Geld floss nur in eine Richtung, von mir weg...
Es zeigt sich auch, dass nicht alle getesteten Plugins meine Wünsche oder Ansprüche erfüllen konnten, das heisst dann: Weitere, ähnliche austesten. Zum Glück bieten Hersteller oft eine freie, eingeschränkte Version an, so dass man ein Gefühl bekommt.
Zudem kann es sein, dass Plugins nicht genügend qualitativ hochwertig sind und zeigen Fehler im Betrieb. Funktionen oder Dinge tun nicht oder sie zeigen womöglich ungeschlossene Sicherheitslücken, die sich irgendwann aufgrund der Verbreitung des Plugins bemerkbar machen.
Leider gibt es auch Plugins, die werden vom Hersteller nur selten oder gar nicht mehr gepflegt/upgedatet. Das ist meines Erachtens ein NoGo für die Verwendung, denn jede Software kann verbessert werden.
Was hürdenreich sein kann, dass dieses und jenes Plugin nicht sauber gemeinsam harmonieren oder gar nicht miteinander laufen (erlebt), was zu Fehlern führt und sich in komischem Verhalten zeigt. Und wenns dann plötzlich nicht läuft, fängt der Rätselspass an;-) Die Suche nach guten Kombinationen von Plugins ist daher elementar, machbar und nicht alle Features haben wollen...
Der Multimillionenmarkt um WordPress

Es ist Empfehlungs- und Affiliate-Universum: Wer gute Erfahrungen mit Plugins- oder Themes gemacht hat, der empfiehlt diese on- und offline weiter.
Und genau so rollt das Theme- und Plugin-Geschäftsmodell in der WordPress Ökonomie: Unzählige Videos, Blogs, Forenbeiträge zeigen zahllose Tests, Plugins, Themes und noch dazu umfangreiche Tipps & Tricks auf.
Dritte greifen die Tools auf, haben eine andere Meinung und verweisen weiter.
Dabei fliessen Daten und sicher auch Gelder von Youtube, Analytics und von Promoter zum Themes- oder Plugin-Hersteller weiter. Bei Kauf winkt den Vermittelnden eine Prämie. Dass dadurch viele am grossen Kuchen mit-verdienen (wollen), gehört sicherlich mit zu den grössten Erfolgstreibern rund um das Eco-System WordPress.
Für die eigene Website heisst das: Unbedarft startet man mit der Suche nach Möglichkeiten und ehe man es versieht, sind die installierten Plugins auf 5, 7 oder 10 (oder mehr) gratis wie bezahlbaren Plugins angewachsen. Diese sind nötig, um einen sicheren und sinnvollen WordPress-Betrieb zu ermöglichen. Einige dieser Plugins kosten, da mal 25, da mal 50 und dort mal 99 Dollar im Jahr. Total kommen so pro Jahr gerne ein paar Hundert Franken für die Nutzung der Plugins an zusätzlichen Kosten zusammen, nebst Hosting, Webdesign-Anpassungen und technische Betreuung und Know-How.
Zu viele Plugins steigern die Komplexität, erschweren die Fehlersuche und machen WordPress träge.
WordPress ist ok, aber updaten

Auch wenn es gratis scheint, bringt WordPress jedoch weitere Kosten mit sich und wer es selber betreuen will, soll in Know-How investieren, vor allem was das Zusammenspiel und den Nutzen der vielen Plugins betrifft. Und wie jedes Softwaretool bringt auch WordPress da und dort technische Hürden mit sich.
Regelmässig (so oft man kann) will WordPress selbst, die Plugins, die Themes upgedated werden, wenn man eine sichere Website für seine Kund*innen wünscht. Updates sind aber für jede Website Pflicht, unabhängig ob WordPress oder was anderes.
Die Einfachheit von WordPress, der Flexibilität von Themes und durch die Erweiterbarkeit mit Plugins an jeden erdenklichen Zweck zeichnen das CMS als eine freundliche Lösung für KMUs aus. Webdesigner bauen gerne darauf auf.
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