Synaptik CMS im Alltag: Flatfile-CMS aus der Praxis
Das Flatfile-CMS Synaptik CMS hat mich richtig eingewickelt. Es deckt meine Bedürfnisse ab, ist aber dennoch nicht aufgebläht oder es braucht nicht für jede Zusatzfunktion grad ein Plugin. Ich habe mich in das System eingelebt. Der Entscheid auf eine GUI zu setzen ist für mich nach wie vor richtig und es fühlt sich stimmig an. Eine GUI ist mir wichtig, wie ich in meinem Beitrag Unerwartet SynaptikCMS: Flat-File-CMS mit GUI aufzeige.
Seit mehr als einem Monat läuft das selber gehostete Content Management System mit Fokusfalter, ja, es tut und ich habe nicht viel Pflegeaufwand. Das macht den Betrieb angenehm für mich. Updates kommen dann und wann, meist Fixes oder neue, hilfreiche Features, die aber nicht mit jedem kleinen Update grad das ganze Konzept und Theme auf den Kopf stellen. Der Entwickler bringt sanfte schrittweise Anpassungen und dokumentiert dies sorgfältig. Synaptik CMS birgt schon eine geballte Fülle von Funktionen und Möglichkeiten, vieles findet sich heute auf der Featureliste.
Theme anpassen mit Child-Theme
Meine Themeanpassung habe ich in kurzer Zeit erledigt und dies einfach im Template-Editor. Doch habe ich mein Theme vor der Version 1.4.5 einmal grob modifizieren müssen, aber nur weil da der sehr nützliche Zusatz in Form von Child-Themes dazugekommen sind. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als: Man nehme und installiere ein bestehendes Theme, erstelle beim Webhoster im theme-Verzeichnis einen Ordner child_theme und zudem einen Ordner, der den gleichen Namen wie das Theme trägt. Bei mir heisst das nun theme/child_theme/ink/ .
Darin im Template-Editor werden die Anpassungen am styles.css oder an den template-Dateien gemacht. Diese überschreiben während der Laufzeit somit Teile des installierten Standard-Theme, damit lassen sich Anpassungen wirklich einfach umsetzen. Wichtig ist mir zu erwähnen, dass seit 1.4.5 der Template-Editor auch in das child_theme schreibt, das hilfreich erscheint. Das child_theme wird auch gebackupt. Wie mir scheint, ist das für Beginner anspruchsvoll, es lässt aber schnell ein Theme anpassen. Dennoch ist Synaptik CMS kein Web-Builder, sondern ein Content-Management-System. Was ich cool finde, aber noch nicht nutze, sind die Custom Fields. Für ein anderes Projekt liess ich mir vom Entwickler ein angepasstes Theme machen, mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.
Updates, Entwickler und Community
Backup und Restore finden als ZIP-File statt. Dabei werden JSON Dateien erzeugt und diese gebackupt. Diese zentrale Funktion gefällt mir für den Betrieb sehr gut, weil ich so regelmässig ein Backup runterladen kann und es kann sein was will, ich kann es wieder aufspielen. Ich habe das auch probiert und mehrere Neuinstallationen damit aufgesetzt, klappt.
Ich habe aktuell nur das Analytics Plugin im Einsatz, welches lokal nur wenig aufzeichnet und einen Anhaltspunkt liefert ob/wie die Site genutzt wird. Für mich ist das hilfreicher als ein Google Analytics, weil klein und kompakt und für mich genügend aussagekräftig. Aber es bedarf keiner externen Dienste.
Schreiben im Alltag
Schreibe ich einen Text, dann mag ich den Wechsel von WYSIWYG zu Markdown in einem Beitrag oder einer Seite sehr. Es geht fix und dank der URL Funktion lassen sich auch interne Links rasch und sauber erstellen. Die bei einem Beitrag in der Sidebar befindlichen SEO Felder, die sich einfach und gezielt pro Artikel setzen lassen. Wenn auch ich mich etwas schwer tue, dass alles in einer Sidebar mit Tabs zu finden ist.
Ergänzend gefällt mir da auch die Funktion des Related Content, dh. ich kann dazugehörige Artikel benennen, die dann bei einem Beitrag als “ähnliche Beiträge” angezeigt werden. In der Sidebar kann ich auch Artikelhauptbilder hochladen oder solche aus der Mediathek hinzufügen, die Bilder werden zu WebP verkleinert, was bislang einwandfrei funktionierte.
Was ich absolut stark finde, ist der Alt-Text Assistent, wo sich für alle Bilder die Alt-Texte zentral setzen lassen, mir hilft das auch bei Bildern eine Konsistenz zu erhalten, denn Synaptik CMS zeigt einem noch Bilder ohne Alt-Texte an.
Hier ein paar Screenshots der erwähnten Punkte
Fazit nach einem Monat
Für mich als Blogger und Tinkerer ist auch nach einem Monat Synaptik CMS eine passende Sache, wo ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass die Features echt sind und nicht nur Marketing.
Fakt ist: Es ist richtig schnell! Das heisst: 4 x 100 bei PageSpeed Insights ohne spezielle Optimierung, das ist Musik in meinen Ohren.

