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  <title>Fokusfalter - Wandel</title>
  <subtitle><![CDATA[Fokusfalter - ein freidenkender Blog zu IT, Tools, Gedanken. Neugierig, auch mal kritisch und aufgeräumt.]]></subtitle>
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  <updated>2026-06-14T22:55:33+02:00</updated>
  <author>
    <name>Fokusfalter</name>
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    <id>https://fokusfalter.ch/blog/neustart-mit-cecil/</id>
    <title>Neustart mit Cecil</title>
    <published>2026-05-29T15:30:01+02:00</published>
    <updated>2026-06-10T02:00:00+02:00</updated>
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    <content type="html">
      <![CDATA[<blockquote>
<p>Wandel geschieht im Kleinen.</p>
</blockquote>
<p>Seit zwei Jahren baue ich diesen Blog Fokusfalter.ch mit dem Content Management-System Publii — einer Desktop-App, die mir eine statische Website ohne Datenbank, Plugins oder serverseitigen Code liefert. Ein gutes Setup. Trotzdem stelle ich es gerade infrage.</p>
<!--excerpt-->
<p>Content Management Systeme (CMS) sind Software, die einem für Websites bei der Erstellung und Verwaltung von Seiten, Grafiken und Struktur helfen.</p>
<p><a href="https://getpublii.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publii</a> erstellt mir in seiner App eine fertig generierte und angepasste Website mit HTML für die Struktur mit Bildern und etwas Code in Javascript für Animationen. Dass dann bewusst kein ausführbarer Programm-Code, keine Plugins, keine Datenbank auf einem Webserver läuft, das ist das richtig starke Argument für statische Websites. Damit wird die Sicherheit und die Pflege der Website stark vereinfacht. </p>
<h2 id="neuer-ausblick-bringt-umdenken">Neuer Ausblick bringt Umdenken</h2>
<p>In den letzten Monaten überkommt mich mich manchmal die Typo-Korrektur-Muse, oder ich will einen Artikel updaten oder gar setzt die Schreiblust genau dann ein, wenn ich sicher nicht gerade da vor dem einen heimischen Mac sitze. In Hinblick eine oder zwei weitere Sites zu lancieren, hinterfrage ich meine heutigen Arbeitsschritte. Im Prinzip hätte ich gerne eine Art Publii auf dem WebServer und dazu wäre eine GUI noch ganz hilfreich. </p>
<p>Wenn ich schon was verändern will, dann soll die CMS Software bei meinem Hoster laufen. Da wird es sinnvoll schnell, für mich nachvollziehbar unkompliziert und, wenn ich mag, da wie dort erweiterbar. 
Das Webhosting, also dort wo die Website geladen wird, muss us Datenschutzgründen für mich ausschliesslich in der Schweiz sein.</p>
<p>Einen Nachteil bringe ich dadurch mit: Weil ich explizit auf die Dienste von Webhosting-Anbietern setzen will, das schränkt allerdings den Auswahlhorizont für CMS ein. Bei klassischen Webhostern stehen nämlich oft CMS-Software in der populären Programmiersprache PHP und mit einer Datenbank im Vordergrund (bsp. die CMS WordPress, Typo3, Drupal, u.v.m.). Das bedeutet, dass andere CMS auf Basis von der Programmiersprachen Nodejs, Go, Python oder Rust eher nur mit mehr Aufwand betrieben werden könnten, wenn dann überhaupt. Für diese CMS wäre dann eine virtuelle Maschine (VM), quasi ein virtueller Rechner, zwar das Ideale, aber ich will den Aufwand der Pflege und Wartung einer VM nicht mehr aufwenden.</p>
<h2 id="cms-mit-php-in-2026">CMS mit PHP in 2026?</h2>
<p>Warum nicht ein Content Management System mit PHP? Was gibt es denn da im Netz, im Jahr 2026, wo die ganze Welt auf andere Sprachen setzt. </p>
<p>Ich meine schon die Zurufe der <a href="https://www.wordpress.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WordPress (WP)</a> Community still zu hören, mit Tausenden von Plugins und Themes sind sie zur Stelle. Ja, ich habe Abende mit den WordPress Versionen 2, 3, 5 und 6 herumgewerkelt und das Businessmodell der soooo vielen Plugins (Erweiterungen) aktiv erlebt. In meinem Blogpost <a href="https://fokusfalter.ch/blog/wordpress-webtool-fuer-die-welt/">WordPress Webtool für die Welt</a> schreibe ich über die Welt von WordPress. WP ist ok, aber nun für mich nicht mehr, zu sehr habe ich mich webtechnisch in den letzten Jahren verändert.  </p>
<p>Auf der PHP Seite bleiben dennoch als Auswahl Hunderte an potentiellen Software. Zu den bekannteren PHP CMS nebst WordPress gehören sicherlich:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.contao.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Contao</a></li>
<li><a href="https://www.drupal.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Drupal</a></li>
</ul>
<p>Weitere spannende Softwaren bieten auch diese CMS (Auswahl):</p>
<ul>
<li><a href="https://www.backdropcms.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Backdrop</a></li>
<li><a href="https://www.getcockpit.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CockpitCMS</a></li>
<li><a href="https://www.concretecms.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ConcreteCMS</a></li>
<li><a href="https://www.craftcms.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CraftCMS</a> </li>
<li><a href="https://www.getgrav.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grav</a> </li>
<li><a href="https://www.getkirby.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kirby</a> </li>
<li><a href="https://www.processwire.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ProcessWire</a> </li>
<li><a href="https://www.statamic.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Statamic</a> </li>
<li><a href="https://typemill.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Typemill</a> </li>
</ul>
<p>Die Auswahl zeigt sich umfassend und aus Freude am Web Tinkeren habe ich alle genannten in einem kleinen Funktionstest getestet. 
Beim Testen überfordern mich bald allerdings die so zahlreichen Funktionen, Einstellungen, Möglichkeiten und Varianten fast, denn ich bin kein Web Entwickler (WebDevs). Damit reduziert sich die Wahl.</p>
<p><a href="https://www.processwire.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ProcessWire</a> wäre mein vom Vibe her mein Favorit, schlank, schnell, aber sehr vielschichtig. Das wäre sicherlich ideal für WebDevs auf PHP, denke ich, aber für meine Zwecke scheint es mir zu viel. </p>
<p>Das Kirby und Grav sind leicht und gehen in die Richtung Flatfile-CMS mit GUI,  doch bei beiden umfasst der Auf- und Unterbau viel mehr als ich benötige. So jedenfalls mein Eindruck. CockpitCMS hingegen geht mit seiner Headless API-Basis mir einen noch unbekannten Weg. Typemill ist schlank und interessant, aber mir dann doch zu sehr Dokustruktur-fokussiert. Contao ist mir, ähnlich wie Backdrop, ConcreteCMS, Craft, Drupal und Statamic einfach zu umfangreich oder zu komplex für meine wirklich kleinen Vorhaben. Diese CMS sind sicherlich alle gut, doch wohin soll es nun gehen, was oder welches nun?</p>
<h3 id="blick-auf-tools-aus-europa">Blick auf Tools aus Europa</h3>
<p>Zurück zu meinem Wunsche der Einfachheit schwenke ich auf Alternativen ein: Nämlich PHP-basierte CMS im Kleinformat sowie eher unbekanntere statische site Generatoren (SSG). Denn statische Websites können auch eine Alternative sein, das <strong>Wieso</strong> habe ich in meinen Blogpost <a href="https://fokusfalter.ch/blog/webauftritt-statisch-oder-dynamisch/">Webauftritt statisch oder dynamisch</a> beschrieben.</p>
<p>Werfe ich den Blick gezielt auf eine Handvoll einfacher Software aus Europa, verspricht mir das eine sinnvolle Berücksichtigung der rechtlichen Situation mit DSVGO/GDPR und bindet dabei relevante Themen wie Schriften-Einbindung, Web Analytics usw. ein. Das wäre bei vielen der obgenannten CMS gegeben. Fakt ist: Bei Publii ist das von vornerein dabei.</p>
<p><a href="https://automad.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Automad</a> Automad, deren Entwickler in der Regio Nordwestschweiz lebt, verbindet eine GUI mit Templating und wird gerade komplett mit der dann mal kommenden <a href="https://automad.org/version-2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Automad Version 2</a> rundumerneuert. <a href="https://herbie.tebe.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herbie CMS</a> stammt von Thomas aus dem nahen Laufental und zeigt sich PHP-stringent mit vielen unterstützten PSRs - beachtlich. Bei den PHP SSG Generatoren entdecke ich <a href="https://cecil.app" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cecil</a> aus Frankreich oder auch das schwedische <a href="https://hydephp.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HydePHP</a> für Laravel-Fans. </p>
<h3 id="tests-am-tool">Tests am Tool</h3>
<p>Das Testen vieler der genannten Website-CMS geschah via das komfortable Installhelferlein "Softaculous" bei meinem Hostinganbieter, wo eine gewünschte Software per ein Click-Installer innert kurzer Zeit installiert wird. Das macht so eine Testrunde mit erstem Eindruck fix möglich.</p>
<p>Tools wie Typemill oder die SSG habe ich dann auf der Hostsite via Webfrontend oder ssh installiert. Die Tests verliefen für mich in gemütlichem Tempo über Wochen und mit viel Entdeckergeist. Vereinzelte Tools zu Testen zeigt einem, wohin die Reise gehen soll. So bin ich von MariaDB-gestützten Applikationen bald bei Flatfile und schlussendlich bei SSGs gelandet.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Ich habe mich für das französische SSG <a href="https://cecil.app" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Cecil</strong></a> entschieden. </p>
<p>Cecil zeigt sich mir wie eine PHP-Variante des populären SSG Generatoren <a href="https://gohugo.io" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hugo</a>, der in der Go-Programmiersprache entstanden ist.</p>
<p>Auch wenn Cecil zwar nicht meiner ursprünglichen Idee mit etwas GUI entspricht, fühle ich mich rasch gewohnt. Mit einem klaren und sauberen Aufbau bietet mir Cecil viele Features und Optionen wie SEO, JSON-LD, Image-Resizing, Markdown mit Markdown-Extra Parsedown Unterstützung, die ich heute in einem statischen Generator laufen haben will. Das SSG erscheint mir gut durchdacht und recht sauber dokumentiert, was mir gerade die ersten Stunden sehr hilfreich erscheint. Da Cecil mit <a href="https://twig.symfony.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">twig Templating</a> für Vorlagen arbeitet, das erleichtert mir den Aufbaue eigener Themes, da ich twig von meiner längeren Webzeit mit Contao her kenne.</p>
<p>Also nun ist es doch fast wieder ein Publii, aber ohne GUI - das stimmt. </p>
<p>Doch der Clou für mich ist: 
Ich kanns auf dem Server beim Hoster als Site Generator laufen lassen. Logge mich via ssh ein, und einmal aufgebaut, kann ich da auf dem Server meine Texte als Markdown, die Bilder etc. zur Website ablegen und erstellen. Das ist richtig stark und schnell. Diese Website ist das Ergebnis davon.</p>
<aside class="note note-tip"><p>Ich werde Cecil in einem separaten Post vorstellen.</p></aside>]]>
    </content>
  </entry>
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    <id>https://fokusfalter.ch/blog/der-wasserbueffel-hat-keinen-fahrplan/</id>
    <title>Der Wasserbüffel hat keinen Fahrplan</title>
    <published>2026-02-19T00:00:00+01:00</published>
    <updated>2026-06-10T02:00:00+02:00</updated>
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    <content type="html">
      <![CDATA[<p>Ich sass im Zug von Bangkok nach Khon-Kaen in Thailand und genoss die mir am Fenster vorbeihuschende Landschaft.</p>
<!--excerpt-->
<div id="toc"><ul>
<li class="toc-level-2"><a href="#das-u50-leben-wohin-geht-die-reise-noch">Das Ü50-Leben, wohin geht die Reise noch?</a></li>
<li class="toc-level-2"><a href="#der-blick-ins-ungewisse">Der Blick ins Ungewisse?</a></li>
</ul>
</div>
<p>Nicht weit ausserhalb von Bangkok entdeckte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Wasserbüffel, der sich mit Grünzeug gütlich tat. Ich war total aus dem Häuschen, ob dem Tier und meiner Entdeckung zugleich. Denn einen Wasserbüffel hatte ich noch nie gesehen.</p>
<p>Die Zugfahrt ging voran und ich bin bis heute begeistert von den anderen Bildern der dortigen Welt, die sich mir da aus dem Zugfenster auftaten. Irgendwann musste ich ob mir selbst lachen, nämlich als ich entdeckte, dass je weiter ich mich von der Grossstadt entfernte, desto mehr Wasserbüffel ich erspähte. Doch der erste Wasserbüffel bleibt mir eine schöne Erinnerung.</p>
<p>Die Reise sollte 6 Stunden Zugfahrt dauern. Ich liess mich geistig treiben und genoss zufrieden einen längeren Moment. Das Neue, das Andere und einfach das Sein. Und wie es kommt, begann ich in der gemütlichen Dynamik der Zugfahrt über mein Leben und mich selbst nachzusinnieren. Es war einerseits ein Loslassen im Moment, und doch war ich innerlich unruhig.</p>
<h2 id="das-u50-leben-wohin-geht-die-reise-noch">Das Ü50-Leben, wohin geht die Reise noch?</h2>
<p>Auf mich bezogen, begannen dann die erlebten Momente des Lebens zu denjenigen Gedanken und Gefühlen zu formen, die mich so nicht mehr losliessen. Die Unruhe war erst recht da. Ich dachte immer wieder über mich und über mein Leben nach.</p>
<p>Ich begann mit der Zeit zu realisieren, vor allem in den Wochen nach der Rückkehr aus Thailand, dass ich für mich selbst im Leben festgeklebt bin, ganz allgemein betrachtet. Trotz meinen vielen Aus- und Weiterbildungen, trotz meinem guten Job bei einem tollen Arbeitgeber, trotz meinem Karriereweg, trotz meinen Erfahrungen und trotz meiner Familie stand ich wie auf dem Schlauch und ich bewegte mich im Leben kaum mehr. Im Prinzip bin ich in der Genussphase des Lebens, quasi mit guter Performance auf der Spur der Eisenbahn. Was will ich dann noch vom Leben? Und genau da ergreift die innere Unruhe mich. Diese Unruhe war mir der Auslöser für viele Fragen, die bis heute Antworten suchen, aber auch schon einige fanden. Verloren fühlte ich mich weniger, nur festgeklebt.</p>
<p>Ob es das Alter ist, das diese Standort- und Sinnfragen auslöst, eine plötzliche Torschluss-Panik im Leben etwas verpasst zu haben oder einem anderen Fakt geschuldet, das kann ich nicht wirklich sagen. Erstaunlich fand ich, dass ich im Prinzip mit meinem Lebens- und Berufsweg zufrieden bin und war. Und von Ferne betrachtet, sollte ich eigentlich glücklich sein. Es war auch keine depressive Stimmung oder eine Hormonschwankung, die es im Lebensweg gibt. Doch die Tatsache, dass meine Alterszahl bereits im vorderen Teil eine satte 5 zeigt, bringt aber eine andere Lebensausrichtung als diejenige mit Mitte 30 oder früher mit.</p>
<h2 id="der-blick-ins-ungewisse">Der Blick ins Ungewisse?</h2>
<p>Während der Zug in Thailand tiefer in das grüne Landesinnere fuhr, dachte ich darüber nach, ob es denn auch anderen Menschen ähnlich geht wie mir und wie diese herausfinden, was sie noch so im Leben wollen. Ich überlegte und durchsuchte via Handy das Internet nach Hilfsmitteln, Tools, Ideen und Gedanken, um Wege und Möglichkeiten zu entdecken, die mir vielleicht Hinweise liefern, was ich vom Leben (noch) wollte. Doch die vorbeiziehende Landschaft liess mich bald das Handy im Rucksack verstauen und mich einfach sinnierend mit-nehmen.</p>
<p>Bald stellte ich fest, dass ich für mich seit einer Menge Jahren in einem Dreieck dreier fachlicher Ausrichtungen feststeckte: Wirtschaft - Informatik - Mensch, immer wenn ich gerade ein Element pflegte, fand ich ein anderes spannend – und erstaunlicherweise war ich dort ebenfalls vernünftig gut. Ich bewegte mich also zwischen den drei Ausrichtungen hin und her. Und bin dennoch da festgeklebt. Ähnlich wie ich im Zug sass und aus dem Fenster die Landschaft an mir vorbeitreiben sah, war mir mein Ziel nicht ganz klar und ich hatte keinen Schimmer an welcher der Stationen ich aussteigen wollte. Irgendwie ähnelt das der Freiheit des Wasserbüffels, er geht ohne Fahrplan dem Essen nach.</p>]]>
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